Wegweisung, Zürcher Stadtpolizei probt schon fleissig

13 Dezember 2005 von Matthias Kommentieren »

Heute Morgen auf dem Limmatplatz: Eine Gruppe Polizisten mit vier Nasen steht locker um einen Jungen Mann, der ihrer Meinung nach Drogen verkauft. Zuerst wird er Fachmännisch angerempelt und bis ins letzte Detail durchsucht. Nach getaner Arbeit und ohne jeglichen Drogenfund, steht die Polizeitruppe weiterhin um den besagten Herrn herum und gibt den Kurs durch. Wörtlich sagen sie ihm folgendes: “Sie haben hier sowieso nichts verloren auf diesem Platz, sie stören hier und wenn wir sie nochmal antreffen nehmen wir sie mit!”
Am Limmatplatz ist das kein seltenes Ereignis, es finden täglich derartige Kontrollen statt, neu daran war aber das entsetzte Aufschrecken einiger Passanten. “Wie bitte? Was erlauben die sich eigentlich? Das ist doch das letzte” und ähnliches war da zu hören. Es wird wohl Zeit das die Stadtbevölkerung wider ein wachsames Auge auf unsere Ordnungshüter wirft!
Im Rahmen einer Sensibilisierungs Kampagne versuchen wir nun das Thema kritisch zu beleuchten. mehr dazu auf www.stoppwegweisung.ch

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3 Kommentare

  1. Esther sagt:

    Die Frage ist hier, wer wen stört. Eigentlich müsste der kontrollierte Mann selbstbewusst zurückgeben: “Hey nei, Sie haben soeben mich in meinem ganz normalen Alltagsleben gestört. Erlaubt ist, was nicht stört. Also verschwinden Sie!”

    Aus der Praxis weiss ich leider, dass solche Äusserungen nicht so gut ankommen. :-(

  2. jack sagt:

    in der schweiz kan ein schweizer nirgend wo auf öffenlichen plätzen wegewiesen werden wier haben ein absolute bewegungs freiheit in iedem kanton stad und gemeinden.wegweisungsartikel wurde anfang der 90 jahre Bundesgerichdlich aufgehoben ich hate eine androung von der stat Basel in den 60 ziger jahren jack

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