Road Pricing ist machbar, titelte der Tages Anzeiger gestern seinen Bericht. Hintergrund: Das ASTRA (Bundesamts für Strassen) hat eine Studie gemacht und getestet, ob Roadpricing eine machbare und vorallem sinvolle Lösung für überlastete Strassennetze darstellen kann. Sie kamen zum Schluss das unter anderm im Raum Zürich, ein Roadpricing durchaus realisierbar wäre, allerding muss dafür zuerst noch die Gesetzeslage angepasst werden. Jetzt ist es an der Zeit die öffentliche Debatte über Sinn und Zweck des Roadpricing zu führen. Die Idee des Roadpricing ist schon lange da. So hat Bundesrat Moritz Leuenberger bereits im August 2001 in einer Rede gesagt: Eine längerfristig interessante Idee ist sodann das roadpricing
Das tolle an Roadpricing, es generiert einen Haufen Geld, das vorallem denjenigen zu Gute kommt, die nicht mit dem Auto unterwegs sind. In Zürich wären dies 150 bis 500 Milionen Franken jährlich, je nachdem wie weit der Gebührenpflichtige Ring gezogen wird, die für den ÖV oder als Lenkungsabgabe eingesetzt werden könnten.
Natürlich hat sich auch schon Widerstand angemeldet, so findet der TCS diese Idee gar nicht lustig und zeigt sich überrascht über die Aussagen des ASTRA. Ich hingegen bin weniger Überrascht über die Aussagen des TCS, einem Club der als Grosssponsor der SVP seine Interessen in der Politik vertritt, welchen die Interessen der Bevölkrung ja bekanntlich egal sind.
Mehr Infos zu Road Pricing:
VCS-Fachtagung:
Agglomerationsverkehr im Stau
Bundesamt für Raumentwicklung:
Road Pricing: Das Spektrum der Meinungen ist breiter als erwartet
CH-Forschung:
Konsens über Benützungsgebühren für Strassen gesucht
ETH-life:
Zürich braucht ein Road-Pricing!
hey… ich glaub es isch a de ziit, nachem wm-song natürlich, eu grüene ändlich mal e musikalisch ernschthafti farb z’geh. Ihr sind ja au bütschee bandite… har har har
Genau, wiä wärs mit eme Cover vo dir vom Jungegrüäne Song?
Was kostet es uns Konsomenten bei Einführung des Road Prices, wenn ein Monteur in die Stadt muss um bei uns etwas zu reparieren, mehr oder weniger? Wird er vieleicht mit dem Tram zu Kunden fahren? Bringt der Bäcker seine Brote mit dem Bus in die Verkaufsläden? Fährt die Post mit dem Zug zu ihren Kunden? Bekommen die Detailhändler via Tram ihre Produkte? Würden alle Zürcher zu den Bauern auf das Land fahren um Milch einzukaufen, natürlich mit dem ÖV? Wären die Bahnen in der Lage 20-30 % mehr Personen zu transportieren, gem. SBB nicht! Und wohnt jeder an einem Bahnhof oder an einer Busstation? Für nicht Zürcher heisst es vielerorts am 11:00 Uhr fertig mit ÖV! Wer glaubt mit zusätzlichen Einnahmen sei Welt in Ordnung wird sich täuschen. Warum es so starken Verkehr hat muss man sich fragen und nicht wo kann ich Geld einkassieren. Würde man Rund um die Aglomationen Parhäusern erstellen (gut verteilt), die pro Tag nur max. CHF 5.– kosten mit anschliessendem Gratis ÖV in die Stadt (im 10-Minuten Takt). Es würde den Verkehr beträchtlich reduzieren! Oder alg. bei den Bahnhöfen gratis Parkplätze einrichten und den ÖV Preis halbieren. Wieso muss es immer mehr kosten um was zu erreichen?
In Lodon hats das Roadpricing funktioniert. Es braucht natürlich ein ausgeklügeltes Kozept. Das beinhaltet auch, dass Zulieferer bevorzugt werden. Ich frage mich allerdings was teuerer kommt für Betriebe, ein Roadpricing am Stadtrand oder ein Fahrer der jeden Tag eine Stunde im Stau verbringt?
Das die Parkplätze in den Aglomerationsbahnhöfen kostenppflichtig sind, find ich auch keine gute Entwicklung. Dass ein Parkhaus mitten in der Stadt gebaut wird wos auch noch gratis ZZV Tickets dazu gibt, find ich jedoch noch schlechter.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass nicht alles mehr kosten muss, aber es muss eine Kostenwahrheit herschen.