Die Feinstaubwerte der letzten Tage machen deutlich, was die Jungen Grünen schon seit langem fordern: Sofortmassnahmen sind dringend notwendig. Der Gesundheitsminister Pascal Couchepin müsste in Sachen Feinstaub längst Alarm schlagen. Doch er schweigt. Selbes gilt für den Umweltminister Leuenberger. Bei der Vogelgrippe war rasches Handeln kein Problem. Dabei ist bis anhin niemand in der Schweiz an diesem Virus erkrankt. In krassem Gegensatz dazu stehen die gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstaub: Nach Angaben des Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK verursacht die Feinstaubbelastung jedes Jahr 3’700 Tote, 40’000 Bronchitisfälle und 4,2 Milliarden Franken Gesundheitskosten.
Nach dem zögerlichen Aktionsplan von Umweltminister Leuenberger müsste jetzt der Gesundheitsminister Couchepin auf die Barrikaden. Er sollte den Bundesrat aus seiner Lethargie in Sachen Feinstaub wachrütteln! Und einen Massnahmeplan Feinstaub mit folgenden Kernelementen vorschlagen:
× Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist während der Inversionswetterlage auf Tempo 80 zu beschränken
× Unnötige Autofahrten für Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter sind insbesondere in den Städten und Agglomerationen sofort durch die Kantone zu verbieten.
× Kantone müssen in eigener Kompetenz in Städten und Agglomerationen Tempolimiten erlassen
× Die öffentliche Hand (Bund, Kanton, Gemeinden, Militär) sollte mit gutem Beispiel voran gehen und auf die Benutzung mit Fahrzeugen und Maschinen ohne Dieselfilter verzichten
× Das Partikelfilterobligatorium für Dieselmotoren muss sofort auf die Traktandenliste des Bundesrates. Die Filterpflicht für alle Dieselfahrzeuge und Maschinen ist die einzige effiziente Massnahme gegen Feinstaub
(Grüne Motion 05.3328 und in viele kantonalen Vorstösse, siehe www.gruene.ch).
Die Jungen Grünen Zürich sind deshalb Heute Morgen auf dem Limmatplatz mit Staubmasken losgezogen, und haben Passanten sowie Autofahrer auf die Problematik aufmerksam gemacht. Schade, dass es immer Umweltbelastungen in diesem Ausmass braucht, bis die Öffentlichkeit aufschreckt.
Tolle Idee, mit Staubmasken durch die Stadt zu laufen! Die Fasnacht geht los.
Schnöe Fasnacht mit 4,2 Miliarden Gesundheitskosten!
Die Bevölkerung reagiert leider nur auf Dinge die sie sieht, dazu gehört der Feinstaub nicht. Deshalb machen wir es bildlich.