Erster Austritt aus der FDP-Fraktion

10 Mai 2006 von Matthias Kommentieren »

Peter Püntener, langjähriges Mitglied der FDP Zürich und gewählter Gemeinderat der gleichen Partei seit 2003, ist heute aus der seiner Partei zurückgetreten. Er hat dies vor ein paar Minuten hier im Gemeinderat so verkündet. Nicht ganz überraschend, hatte doch die FDP-Fraktion im Gemeinderat schon lange interne Quälereien, aufgrund alter versessener Machtstrukturen. Ich gratuliere Peter Püntener ganz herzlich zu diesem mutigen Schritt. Er steht weiterhin für eine Politik nach vorne ein, vorerst ohne Fraktion, aber das wird sicher noch ändern. Ganz im Gegensatz zu seinen restlichen Ratsmitgliedern, welche lieber Vorgärtchenpolitik betreiben

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3 Kommentare

  1. aufmerksamer Büger sagt:

    Ein mutiger Schritt? Oder stehen da eventuell persönliche Interessen von Herr Peter Püntener als Partyoriginsator im Wege. Partys (www.beyourserlf.ch), an denen mit viel Gewinn und in organisiertem Rahmen Dorgen verkauft werden. Die Partydrogen und die damit verbundene Szene sind auch ein rotes Tuch für SVP-lastige Bürgerliche. Der Rechtsstaat und Dorgengeschäfte vertragen sich vielleicht nicht so gut, wie von Herr Püntener erwartet. Vielleicht distanziert sich Herr Pütener auch aus diesem Grund vom rechtbürgerlichen Lager. Peter Püntener mit seiner Management & Marketing Firma hat nicht viel Freude, wenn seine Partys den rauheren aber diesem Fall gerechtfertigten Wind aus dem konservativen Lager zu spüren bekäme. Ein Zürcher Politiker als Drahtzieher der lokalen Dorgenszene?

  2. Thomas sagt:

    In einem Interview der Oktober-Ausgabe der Schwulenzeitung «Cruiser» äussert sich Püntener noch ein wenig deutlicher. Es ging nicht nur um den Rechtsrutsch. Der FDP-Mann fand sich nicht mehr am richtigen Platz. «Ich bekam in der Fraktion als Schwuler diskriminierenden Druck zu spüren.» Gemäss seiner Aussage sind an der Fraktionsspitze drei von fünf Leuten klerikal stark beeinflusst. «Die Leute sind einfach sehr konservativ geprägt und passen für mich nicht zum Bild einer liberalen Partei.» Peter Püntener wurde das Gefühl nicht mehr los, dass drei bis vier Fraktionsmitglieder schon mal gegen ihn waren, einfach weil er schwul ist. (Und dass er schwul ist, war seit jeher allen klar; seit jeher heisst, seit dem Jahre 2000, als er als Präsident der Eurogames auf dem Zürcher Polit-Parkett eine öffentliche Person war.) Ein weiterer Teil war gegen ihn, weil er in ihren rechten Augen zu liberal politisierte.

    Quelle: http://www.cruiser.ch/archiv/200610/politik1.htm

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