Archiv für die ‘Kultur’ Kategorie

Ratsitzung mit Robocops im Eingang

20 September 2006

Heute Nachmittag wurden wir bereits vor dem Ratshaus empfangen. Die Stadtpolizei hat am Nachmittag eine Grossrazia in der Kalkbreite veranstaltet und deshalb haben sich etliche Leute aus der Stadtzürich mit Ihnen solidarisiert und wollten im Gemeinderat erfahren, wieso diese Aktion stattfand. Nachdem die ersten durch die Kontrolle waren, entschied der Ratspräsident (SVP), dass diese die Zuschauertribüne nicht betreten dürfen. Sie wurden unsanft die Treppe hinunter gestossen, geschups und hinausgeworfen. Nicht die feine Art und unter den Augen der eintretenden Gemeinderäte. Natürlich entstand im Ratssaal eine kleine Debatte. Esther Mauerer wurde aufgefordert, zu erklähren, was diese Razzia der Polizei den zu bezwecken habe. Ihre Antwort:” Wir wollen keine Wohlgrotte mehr in Zürich.” ich glaubte mich zu verhöhren. Ensprechende Anfragen werden bestimmt folgen, so geht das einfach nicht.

Die Schrifltiche Anfrage ist bereits formuliert und mit 17 Unterzeichnenden Eingereicht. Zusammen mit Anja Recher (AL) setzte ich mich kurz hin und frage den Stadtrat, wieso dieser Einsatz in der Kalkbreite nötig war, wie seine ensprechende Einsatzdoktrin lautet und ob er diese im letzten Jahr geändert hat, da sich solche Polizeieinsätze in letzter Zeit gehäuft haben. Leider wird die Beantwortung 3 Monate dauern, anstatt wie beabsichtigt nur drei Wochen, da die SP das Begehren nicht unterstützen wollte. Schade…

Trotzdem bin ich gespannt, was wir neues Erfahren werden über das Einsatzverhalten der Polizei.

Auch noch neu eingereicht heute, von Bastien Girod, mir und Pascal Pauli, wurde eine Motion die Verlangt den internationalen Tag “In die Stadt ohne mein Auto” auch in Zürich am 22. September durchzuführen und die Stadt grossräumig amzusperren. Bisher feiern wir in Zürich immer am Wochenende darauf einen sogenannten Multimobiltag ohne grosse Eingriffe in den Verkehr.

Grosses Chaos im Gemeinderat

21 Juni 2006

Diese Ratsitzung heute ist wirklich lustig. Eigentlich geht es nur um den Kredit für die Überdachung der Autobahn in Schwamedingen, der unbestritten ist. Die SVP ist aber doch nicht ganz Einverstanden und stellte einen Rückkommensantrag, da sie noch einiges Rausstreichen wollte. Der Witz dabei, auf der Zuschauertribüne sitzen zahlreiche Bewohner aus Schwamedingen, die gespannt warten auf ihre Überdachung. Die SP lies es sich deshalb nicht nehmen, einen Namensaufruf zu fordern für die Eintretung auf den Rückkommensantrag. Das bedeutet jedes einzelne Mitglied des Rates wird abgelesen und muss ja, nein oder Enthaltung sagen. Gut! Die erste Abstimmung ging so über die Bühne, die SVP stand in ihrem Wählerstarken Kreis im Regen. Doch dann bricht das Chaos aus, der Ratspräsident weiss nicht mehr wohin und alle Fragen sich, über was jezt weiter abgestimmt werden muss. Über das Einretten oder über die Abstimmung. Grosses Gelächter, verwirrte Zuschauer und Voten ohne Mikrofon folgen. Nach einer Viertelstunde kommt etwas Ordung in die Runde, es findet eine zweite Namensabstimmung statt, auf Rückweisung. Die Schlussabstimmung steht noch bevor, ist aber schon klar, der Antrag der SVP auf Kürzung wird sicher nicht unterstützt, da wir sonst das ganze Projekt bachabschicken würden, die Stadt hat nur eine Beteiligung mit Kanton und Bund und kann nicht einzelne Posten streichen. Soweit so gut, jetzt sitz ich hier, wir diskutieren schon geschlagene zwei Stunden über die Autobahnüberdachung und… ja jetzt höhr ich Schlussabstimmung! Endlich! Nach 10 Jährigem Hickhack und zwei stündiger Ratsdebatte, wird die Weisung unterstütz, es kann losgehen. Grüsse nach Schwamedingen, jetzt kriegt ihr ein Dach.
Als nächstes behandeln wir noch ein Postulat von unserem Jungen Grünen Pascal Pauli. wir wollen die Freiräume auf dem neuen Deckel Quartierverträcglich gestalten. Es sollen Naherholungsgebiete oder Sportanlagen entstehen, wobei die Quartierbevölkerung das Sagen haben soll. Die SVP lehnt wider ab, sie will keine zusätzlichen Kosten mehr. Naja, sollen wir hier eine graue Fläche lassen?
Ich bin gespannt wie lange diese Debatte dauern wird.
ging schnell, juhui, jetzt liest Pascal Pauli gerade unsere Fraktionserklärung zum Timoutrummel vor, dass erste lange Votum von ihm, und ich studiere am Kraftwerkt Josefstrasse herum.
Und noch eine Neueigkeit: Ich habe meinen ersten eigens verfassten Vorstoss eingereicht. Eine Schriftliche Anfrage zur Prüfung von Trinkwasserkraftwerken im Shiltal.

Erstes junges Grünes Votum im Ratshaus

17 Mai 2006

Tja, da ist mir Bas wohl zuvor gekommen, er hat das erste jungegrüne Votum bereits gehalten. Das Ganze geschah folgendermassen: Die FDP sah sich gezwungen eine kritische Erklärung zu der am letzten Montag stattgefundenen Demonstration auf der Rosengartenstrasse abzugeben. Sie fanden es nötig zu erwähen, dass es in Wipkingen auch Autofahrer gäbe, die durchaus begeistert sind mit der jetztigen Lösung auf der Rosengartenstrasse. Ich glaube dazu muss ich nicht viel sagen…
Das konnten wir als Unterstützer der Demonstration nicht auf uns sitzen lassen und Bas erklärte nochmals ausführlich, inkl. Diss Richtung FDP, was genau verlangt wird. Jetzt da die Westumfahrung schon bald fertig gestellt ist, muss mindestens eine Spurreduktion erfolgen.
Soviel zum ersten Votum.

Für jene, die dies interessiert: ich habe heute mit Esther Maurer, Stadträtin von Zürich im Polizeidepartement, geredet und wir haben einen Termin vereinbahrt um unsere Strassenmusikpetition zu bearbeiten. Wir werden anschauen, welche Massnahmen sofort umgesetzt werden können. Wir bleiben am Ball.

Farbiger Wahlkampf und kreative Plakate

24 Januar 2006

Nach der ganzen eher langweiligen Postkarten-in-Briefaksten Verteilaktion und der in-der-Kälte-stehenden Standaktionen, dachte ich mir es bracuht jetzt noch ein Tüpfchen Abwechslung im Wahlkampf. Deshalb hab ich mich frischen Mutes daran gesetzt und ein fröhliches Spassplakat gestaltet. Was dabei herausgekommen ist, will ich niemandem vorenthalten, deshalb entschied ich mich die Plakate an Kollegen und Kolleginnen aus dem Kreis 9 zu verteilen und hier zu veröffentlichen. Hier das Resultat

Sorry, das Plakat musste vorläufig entfernt werden, mehr Infos folgen…

Update:
Stellungsnahme der MIGROS: Da bei allen Reaktionen, die wir bisher erhalten haben, aufgrund der Ähnlichkeit mit dem M-Budget-Logo vermutet wird, dass die Migros mit der Aktion zu tun hat, müssen wir Sie und alle Beteiligten Ihrer Partei bitten, von einer weiteren Verteilung dieser Plakate abzusehen. Auch der Internet-Auftritt mit unserem M-Budget-Logo muss umgehend abgesetzt bzw. verändert werden.

Und so geschah es, dass ich mein fröhliches Plakat wieder entfernen musste. Ich kann und will mir keinen Rechtsstreit leisten.

Lesebrief, Strassenmusik-Petition Artikel im Tagesanzeiger

13 Januar 2006

Schon sehr vermessen dieser Beitrag, da setzen sich Jungpolitiker für ein kulturfreudiges Zürich ein und verlangen, dass die Strassenmusik wieder legalisiert wird und dann muss ich im Tagesanzeiger lesen, dass die Strassenmusik mit Verkehrslärm verglichen wird. Das ist doch absurd. Die Jungen Grünen organisieren schon seit einiger Zeit Strassenmusikaktionen um die Stadtbevölkerung auf des Thema zu sensibilisieren, das Interesse der Passanten und die Nachfrage nach Handlungsmöglichkeiten war dermassen gross, dass wir uns entschieden die Petition zu lancieren. Strassenmusik ist eine Bereicherung für jede Stadt und sicher kein Störfaktor, sie trägt vielmehr zur Abwechslung bei und wird meist sehr geschätzt. Die Angst das es in Wohnquartieren zu Lärmbelästigungen kommt ist unbegründet. Strassenmusiker spielen mit Vorliebe an belebten Plätzen, nicht in ruhigen Quartieren.

Hanf-Legalisierung: die Hanf-Initiative wird eingereicht

12 Januar 2006

Am 13 Januar 2006 soll die Hanf-Initiative eingereicht werden. Endlich kommt wider Bewegung in die Hanfpolitik. Nachdem die CVP im Ständerat die Legalisierung verhindert hatte, ist es höchste Zeit, dass von Aussenparlamentarischen Kreisen das Anliegen vor das Volk gebracht wird. Der Zustand in der Schweiz ist nur noch Willkür. Faktisch kann jeder kiffen wenn er will, zu völlig überrissenen Preisen auf dem Schwarzmarkt Cannabis einkaufen und der Jugendschutz ist schon lange dahin. Das Verbote keine gesunde Prävention hervorbringen, sollte eigentlich inzwischen allen klar sein. Sie treiben blos alle in die Illegalität. Zudem entgehen dem Staat Gelder in Milliardenhöhe, die er mit einer Cannabissteuer, ähnlich wie der Tabaksteuer, einnehmen könnte. Mit diesem Geld liesse sich schon einiges Mehr an Prävention hinbringen. Es wäre auch einfacher den Verkauf an unter 18 Jährige zu unterbinden, wenn der Verkauf insgesamt unter kontrollierten Verhältnissen stattfindet. Weiter ist zu beachten das immer mehr gestreckte Hanfprodukte auf dem Mark auftauchten, mit wirklich gesundheitsschädlichen Auswirkungen, eine Folge der Illegalisierung. höchste Zeit also für Veränderung. Für die Gegenvorschläge im Parlament hab ich allerdings nur ein müdes Lächeln übrig ;-)

Weihnacht

24 Dezember 2005

Endlich Ferien. Ich wünsche allen schöne Festtage und ein gutes Neues.
Ich persönlich habe mir die Weihnachten diesmal etwas anders eingerichtet und meine Familie zu mir in die WG eingeladen. Mal sehen ob sich das bewährt!
Auf jeden Fall wird lustig.

Radius, das neue Studenten Radio, heute mit mir auf Sendung

8 Dezember 2005

Endlich ist es soweit, Zürich hat ein Studentenradio. Gestern wurde auch der Name dazu endgültig beschlossen: RADIUS!
Doch das beste kommt erst, ich persönlich werde da ein kleines Programm machen, zuerst als DJ und später vielleicht auch noch mit einer Sendung die Inhalt transportiert, etwas lokal politisches zum Beispiel, aber das hat noch Zeit. Im Moment steckt RADIUS noch in den Kinderschuhen und braucht vor allem Zuhörer. Je grösser das Publikum desto eher kriegt es auch ein Frequenz. Ja uns gibt es erst als Internetradio, das sollte aber für die meisten schon passen.
Den Livestream dazu finden Sie hier.
Meine Wenigkeit wird heute Abend etwa ab 20:00 bis 23:00 zu hören sein. Das Programm, wie gesagt vorerst vor allem DJ, ich werde den Abend mit elektronischen Klängen aus Tel Aviv versüssen, abgespaced, psychodelisch und hüpfig. Hört rein!
Übrigens, wer selber etwas dazu beitragen will, Musik, PR, Technik was auch immer, meldet euch hier! info(at)radio.ethz.ch

Übergewicht, Volkskrankheit oder Faulheit?

5 Dezember 2005

37 Prozent der Schweizer sind zu dick, schrieb der Tagesanzeiger heute. Als Gründe dafür sind mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung angegeben.
“Für das immer häufigere Übergewicht sind in erster Linie die vorwiegend sitzende Lebensweise mit wenig körperlicher Aktivität und der häufige Konsum von energiereichen Nahrungsmitteln verantwortlich, heisst es im Bericht.”
Das Bundesamt für Gesundheit(BAG) hat seinen neusten Ernährungsbericht veröffentlicht, darin sind auch noch andere interessante Sachen zu lesen. So ist die Fehlernährung häufigste Ursache aller Krankheiten. In Spitälern werden entgegen dem Trend der Fettleibigkeit, auch immer mehr Unterernährte entdeckt. Fazit: Der Herr und Frau Schweizer haben anscheinend Ernährungsschwierigkeiten und das obwohl wir in einem der reichsten Länder der Welt leben, das ist doch wirklich krank!
Meine Empfehlung gegen Fettleibigkeit:
- Mehr Velofahren und das Auto abschaffen, damit halten Sie sich nicht nur fit, sondern machen gleich noch etwas für die bessere Luftqualität
- Kein Fast-Food mehr, sondern Frisches Gemüse aus dem Bioladen. Damit konsumieren Sie weniger Fett, schonen Ihre Budget und unterstützen zudem keine Gewissenlose Konzerne wie MC-Donalds. Zudem macht kochen wirklich Spass.
- Grüne wählen. Damit fördern sie den Ausbau von Velowegen und verhindern weitere Strassensünden, die Sie zum ungesunden, bequemen Autofahren verlocken könnten.

Rauchfreie Pubs in Zürich

14 Oktober 2005

Was im Tessin passiert ist, soll nun auch in Zürich eingeführt werden. Ich bin zwar kein grosser Fan von Vorschriften, aber ein Toter pro Tag ist ein durchaus plausibles Argument um in Pups das Rauchen zu verbieten. Letzten Sommer war ich in Irland, wo bereits sämtliche Lokale rauchfrei sind. Es war zwar äusserst gewöhnungsbedürftig, dass alle Raucher vor die Türe mussten wenn sie Lust auf eine Zigarette hatten, doch offensichtlich wurde viel weniger geraucht als bei uns. Was das Gejammer der Wirte jetzt soll begreif ich nicht, eigentlich sollten doch die Raucher jammern, dass sie gezwungen werden gesünder zu leben. Die Lungenliga stört das jedenfalls nicht, sie wird schon bald anfangen Unterschriften für ein Rauchverbot zu sammeln. Lustig finde ich allerdings wie sämtliche Parteien etwas unschlüssig auf das Thema reagieren und sich nicht immer einig sind, abgesehen von den notorischen Nein-Sager natürlich, die das Thema als persönlichen Sargnagel benutzen wollen um Stimmung zu machen. Ich denke das ein Verbot durchaus Chancen hätte als Initiative, im Kantonsrat scheint mir die hängige Motion von Grünen, EVP und CVP allerdings Chancenlos.
Lungenliga Zürich
Lungenliga Schweiz
Tagi: Rauchfrei Pups