Archiv für die ‘Soziales’ Kategorie

Dümmer gehts immer, der Klimarappen 2

20 Dezember 2005

Der Hauseigentümerverband (HEV) und der Gewerbeverband (SGV) liessen sich von der Autoindustrie beeindrucken. Diese hat erfolgreich statt einer CO2-Abgabe einen Klimarappen durchgeboxt, mit dem Ziel eine griffige Umweltabgabe zu umgehen. Das Problem ist nur, dass wir so unsere Selbst gesteckten Umweltziele nie erreichen werden, nicht einmal für das Kyotoprotokoll dürfte es reichen. Die Einsparung an CO2 beim Klimarappen ist einfach zu gering, wenn nicht ganz vernachlässigbar. Nun ja, zurück zum HEV und SGV, diese beiden Verbände scheren sich auch keinen Deut um unser Klima, jedoch um ihr eigenes Budget. Statt wie geplant die CO2-Abgabe auf Heizöl einzuführen, wollen sie eine freiwillige Abgabe von lächerlichen 1,7 Rappen pro Liter, in Form eines Klimarappen II, einführen, den sie dann auch gleich selbst wider investieren können. Das Ziel: Gebäudeisolationen, sieht auf den ersten Blick vernünftig aus, bei genauerem Betrachten merkt der findige Leser jedoch, das diese meist schon längst hinfälligen Isolationen sowieso gemacht werden müssen. Viel lustiger wird es wenn man bedenkt, dass die Schweiz zu 80% aus Mietern besteht, welche das Heizöl und somit auch den Aufpreis bezahlen müssten. Ich denke mir, dass ein besserer Verteilschlüssel von Heizkosten auf Mieter und Vermieter einiges mehr bewirken könnte, als so eine Scheinabgabe. Dann hätte der Hauseigentümer endlich einen Anreiz, effizienter zu heizen und damit auch besser isolieren, sogar Kollektoren würden sich auszahlen.

Nachtrag:
Das UVEK hält auch nicht besonders viel vom Klimarappen II

Wegweisung, Zürcher Stadtpolizei probt schon fleissig

13 Dezember 2005

Heute Morgen auf dem Limmatplatz: Eine Gruppe Polizisten mit vier Nasen steht locker um einen Jungen Mann, der ihrer Meinung nach Drogen verkauft. Zuerst wird er Fachmännisch angerempelt und bis ins letzte Detail durchsucht. Nach getaner Arbeit und ohne jeglichen Drogenfund, steht die Polizeitruppe weiterhin um den besagten Herrn herum und gibt den Kurs durch. Wörtlich sagen sie ihm folgendes: “Sie haben hier sowieso nichts verloren auf diesem Platz, sie stören hier und wenn wir sie nochmal antreffen nehmen wir sie mit!”
Am Limmatplatz ist das kein seltenes Ereignis, es finden täglich derartige Kontrollen statt, neu daran war aber das entsetzte Aufschrecken einiger Passanten. “Wie bitte? Was erlauben die sich eigentlich? Das ist doch das letzte” und ähnliches war da zu hören. Es wird wohl Zeit das die Stadtbevölkerung wider ein wachsames Auge auf unsere Ordnungshüter wirft!
Im Rahmen einer Sensibilisierungs Kampagne versuchen wir nun das Thema kritisch zu beleuchten. mehr dazu auf www.stoppwegweisung.ch

Autofahren kann toedlich sein

7 Dezember 2005

Jetzt gefordert: Warnhinweise auf Autos!
Chrigi hat mich auf die Idee gebracht das Autos, die ja die Gesundheit sehr stark beeinträchtigen (siehe Fettleibikeit), eigentlich auch Warnhinweise tragen müssten und zwar ein drittel der Gesamtflaeche. Hier meine Vorschläge:
Autos toeten

Penis schrumpft

sex

Stinkende Abgase

Kinder Toeten
Erstellen kann man die Aufkleber hier: Coolmen
Wenn man die Kleber aufs Auto macht, sieht das dann etwa so aus:
auto

Übergewicht, Volkskrankheit oder Faulheit?

5 Dezember 2005

37 Prozent der Schweizer sind zu dick, schrieb der Tagesanzeiger heute. Als Gründe dafür sind mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung angegeben.
“Für das immer häufigere Übergewicht sind in erster Linie die vorwiegend sitzende Lebensweise mit wenig körperlicher Aktivität und der häufige Konsum von energiereichen Nahrungsmitteln verantwortlich, heisst es im Bericht.”
Das Bundesamt für Gesundheit(BAG) hat seinen neusten Ernährungsbericht veröffentlicht, darin sind auch noch andere interessante Sachen zu lesen. So ist die Fehlernährung häufigste Ursache aller Krankheiten. In Spitälern werden entgegen dem Trend der Fettleibigkeit, auch immer mehr Unterernährte entdeckt. Fazit: Der Herr und Frau Schweizer haben anscheinend Ernährungsschwierigkeiten und das obwohl wir in einem der reichsten Länder der Welt leben, das ist doch wirklich krank!
Meine Empfehlung gegen Fettleibigkeit:
- Mehr Velofahren und das Auto abschaffen, damit halten Sie sich nicht nur fit, sondern machen gleich noch etwas für die bessere Luftqualität
- Kein Fast-Food mehr, sondern Frisches Gemüse aus dem Bioladen. Damit konsumieren Sie weniger Fett, schonen Ihre Budget und unterstützen zudem keine Gewissenlose Konzerne wie MC-Donalds. Zudem macht kochen wirklich Spass.
- Grüne wählen. Damit fördern sie den Ausbau von Velowegen und verhindern weitere Strassensünden, die Sie zum ungesunden, bequemen Autofahren verlocken könnten.

Pestizide Gemüse aus der Migros

1 Dezember 2005

EinkaufsNetz-Tests zeigen es seit langem: Obst und Gemüse sind hochgradig mit Pestiziden verseucht. Aber es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den Supermärkten! Das ergibt der aktuelle EinkaufsNetz-Grosstest von 658 Obst- und Gemüse-Proben von Supermärkten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Migros hat mit deren Pestizid-Gemüsen als 3. schlechtester abgeschnitten! ansonsten: Warum ihr Lidl und Metro meiden solltet und welches Obst und Gemüse am stärksten belastet ist, erfahrt ihr in diesem neuen Ratgeber. Zum Bestellen und Herunterladen auf: Einkaufsnetz.org
So viel Gift im Essen wollen wir uns nicht gefallen lassen! Zur Protestaktion gegen die Pestizid-Sünder unter den Supermärkten kommt ihr hier: Protestaktion gegen die Pestizid-Sünder
Es sollen möglichst viele individuelle Mails verschickt werden, damit sie mehr Wirkung erzielen. Seid kreativ und fügt eure eigenen Worte mit ein!

Und zu guter letzt der simple Ratschlag – kauft Bio, alles andere ist Gift!

Demo gegen Kahlschlag und Bildungsabbau am Do, 15. Dezember

30 November 2005

Bitte notiert unbedingt den folgenden Termin in eure Agenda:

Öffentliche Demonstration gegen Kahlschlag und Bildungsabbau
Donnerstag, 15. Dezember, 17.30 Uhr
Besammlung: Walchetor, Zürich
Nähe Hauptbahnhof, Walchebrücke/Neumühlequai – Beweilligung eingereicht.

Die Demo, die sich gegen massive Abbaumassnahmen bei den öffentlichen Diensten richtet (allein die im August von RR Hollenstein veröffentlichten Kürzungen belaufen sich auf 1 Milliarde Franken), findet als Anlass der Budget- und Steuerdebatte im Kantonsparlament statt. Sie wird von BerufsschullehrerInnen und von weiteren Kreisen lanciert und wird als erster Schritt einer längeren, nötigen Mobilisierung konzipiert. Ein Aufruf mit den thematischen Schwerpunkten der Demo und mit den unterstützenden Organisationen wird in Kürze zirkulieren.

Infos zum Kahlschlag: http://www.bfs-zh.ch.

Bitte diese Information weiterleiten und breit streuen! Kommt alle am 15. Dezember an die Demo!

Verkehrsopfer, der Bundesrat will handeln

23 November 2005

Nun also doch, wie die Jungen Grünen Gestern in Zürich bereits bekannt gemacht haben, ist die Zahl der Verkehrsopfer immer noch viel zu hoch. Jetzt will der Bundesrat handeln, wie er Heute an einer Medienkonferenz bekannt gab. Leider hat er aber nur die direkt betroffenen Opfer erwähnt, die Dunkel Ziffer derjenigen, die an der Verkehrs bedingten schlechten Luftqualität gestorben sind, verschwieg er Heute. Dabei weiss das Uwek ganz genau wo der Schuh drückt.
Hier ein paar Bilder der Gestrigen Aktion der Jungen Grünen an der Zürcher Bahnhofstrasse

Bürgerliche Parteien und Jugendarbeitslosigkeit

10 November 2005

Da staunte ich nicht schlecht, als ich etwas in den Geschäften des Stadtzürchers Gemeinderats stöberte, stiess ich auf ein Postulat mit dem Titel: Jugendarbeitslosigkeit, Erstanstellung nach Lehrabschluss von Daniel Leupi und Gregor Bucher, beides Grüne Gemeinderäte. Sie fordern darin den Stadtrat auf eine aktiverere Rolle einzunehmen bei Lehrabgänger. Konkret soll ein Modell geschaffen werden, das vorsieht Lehrabgänger noch ein Jahr im gleichen Betrieb einzustellen, damit sie bereits Berufserfahrungen sammeln können. Betriebe die ein solches System einführen sollten demnach eine Art Belohnung bekommen, oder sonst wie einen Vorteil. Es geht dabei nur darum das der Stadtrat dieses Modell prüfen lässt wohlgemerkt.
Und was passiert jetzt im Rat. Es dauert nicht Lange da polltert Mauro Tuena im Namen der Verhinderer hervor und stellt einen Ablehnungsantrag. Wieso blos? Er gibt keine Begründung an, das wird auch schwer sein, wenn man aus taktischen verhinderungs Gründen etwas versenken will. So wichtig ist der SVP die Jugendarbeitslosigkeit also und besagter Tuena lies sich vor einigen Jahren auch noch als JungeSVP wählen. Da wird es mir als Junger Grüner fast schlecht. Höchste Zeit für frischen Wind im Rat!
Geschäft im Gemeinderat auf gemeinderat.stzh.ch

Einbürgerungen an der Urne, die Ständeratskommission versucht merkwürdige Kompromisse

2 November 2005

Seit das Bundesgericht vernünftigerweise, die menschenverachtenden Einbürgerungen an der Urne untersagt hat, sehen die begnadeten SVP-Scharfmacher, wider ein Thema in ihrem Lieblingssektor. Dass es dabei um Menschen geht interessiert dabei wenig. Auf Grund des Druckes den sie über ihre neue Initiative ausüben, hat die Staatspolitische Kommission des Ständerates nun einen Kompromiss ausgearbeitet, wobei ich ehrlich gesagt den Kompromiss nicht wirklich sehe. Sie schlägt vor, dass Einbürgerungen an der Urne weiterhin möglich sein sollen, allerdings werden zwei Dinge geändert. Neu soll es einen begründeten Antrag brauchen, damit ein Gesuch abgelehnt werden kann und eine Beschwerde dagegen muss möglich sein.
Was ändert sich jetzt hier gross? Eine Beschwerde ist doch schon möglich und einen sogenannten “begründeten Antrag” ist doch reine Ansichtssache, ein Antrag wird doch immer begründet. Jetzt steht halt Fritz aus Emmen zuerst auf und findet das es zu viele Ausländer hat und stellt dann erst seinen Antrag. So stell ich mir jedenfalls eine Gemeindeversammlung in Emmen vor. So einfach geht es natürlich nicht, doch wird sich in der Praxis wahrscheinlich einfach ein Pingpong zwischen den Gremien einspielen, da niemand vernünftige Gründe liefern kann. Die Herren täten besser daran zu überlegen, wieso das Bundesgericht so entschieden hat: Eine Einbürgerung ist kein Theater sondern ein Verwaltungsakt, der für alle gleiche Chancen nach vorhandenem Recht garantieren soll.
Als nächstes kommt noch ein Vorstoss, der an der Urne entscheiden will, wie viele Kinder jemand haben darf!

Dossier Bundesgerichtsentscheid Emmen
Gutachten des Bundesamts für Justiz
Bericht NZZ

Rauchfreie Pubs in Zürich

14 Oktober 2005

Was im Tessin passiert ist, soll nun auch in Zürich eingeführt werden. Ich bin zwar kein grosser Fan von Vorschriften, aber ein Toter pro Tag ist ein durchaus plausibles Argument um in Pups das Rauchen zu verbieten. Letzten Sommer war ich in Irland, wo bereits sämtliche Lokale rauchfrei sind. Es war zwar äusserst gewöhnungsbedürftig, dass alle Raucher vor die Türe mussten wenn sie Lust auf eine Zigarette hatten, doch offensichtlich wurde viel weniger geraucht als bei uns. Was das Gejammer der Wirte jetzt soll begreif ich nicht, eigentlich sollten doch die Raucher jammern, dass sie gezwungen werden gesünder zu leben. Die Lungenliga stört das jedenfalls nicht, sie wird schon bald anfangen Unterschriften für ein Rauchverbot zu sammeln. Lustig finde ich allerdings wie sämtliche Parteien etwas unschlüssig auf das Thema reagieren und sich nicht immer einig sind, abgesehen von den notorischen Nein-Sager natürlich, die das Thema als persönlichen Sargnagel benutzen wollen um Stimmung zu machen. Ich denke das ein Verbot durchaus Chancen hätte als Initiative, im Kantonsrat scheint mir die hängige Motion von Grünen, EVP und CVP allerdings Chancenlos.
Lungenliga Zürich
Lungenliga Schweiz
Tagi: Rauchfrei Pups