Der Hauseigentümerverband (HEV) und der Gewerbeverband (SGV) liessen sich von der Autoindustrie beeindrucken. Diese hat erfolgreich statt einer CO2-Abgabe einen Klimarappen durchgeboxt, mit dem Ziel eine griffige Umweltabgabe zu umgehen. Das Problem ist nur, dass wir so unsere Selbst gesteckten Umweltziele nie erreichen werden, nicht einmal für das Kyotoprotokoll dürfte es reichen. Die Einsparung an CO2 beim Klimarappen ist einfach zu gering, wenn nicht ganz vernachlässigbar. Nun ja, zurück zum HEV und SGV, diese beiden Verbände scheren sich auch keinen Deut um unser Klima, jedoch um ihr eigenes Budget. Statt wie geplant die CO2-Abgabe auf Heizöl einzuführen, wollen sie eine freiwillige Abgabe von lächerlichen 1,7 Rappen pro Liter, in Form eines Klimarappen II, einführen, den sie dann auch gleich selbst wider investieren können. Das Ziel: Gebäudeisolationen, sieht auf den ersten Blick vernünftig aus, bei genauerem Betrachten merkt der findige Leser jedoch, das diese meist schon längst hinfälligen Isolationen sowieso gemacht werden müssen. Viel lustiger wird es wenn man bedenkt, dass die Schweiz zu 80% aus Mietern besteht, welche das Heizöl und somit auch den Aufpreis bezahlen müssten. Ich denke mir, dass ein besserer Verteilschlüssel von Heizkosten auf Mieter und Vermieter einiges mehr bewirken könnte, als so eine Scheinabgabe. Dann hätte der Hauseigentümer endlich einen Anreiz, effizienter zu heizen und damit auch besser isolieren, sogar Kollektoren würden sich auszahlen.
Nachtrag:
Das UVEK hält auch nicht besonders viel vom Klimarappen II





