Heute ist der 6. Dezember und gleichzeitig findet die traditionelle Ratssitzung statt. Wir konnten nicht anders und mussten unsere grünen Samichläuse auffahren lassen. Zu Beginn der Sitzung standen zwei jungegrüne Samichläuse und ein Schmutzli im Eingang und verteilten sämtlichen Ratsmitglieder einen Bio-Öpfel und ein Gedicht. Dieses entstand aus zahlreichen Beiträgen von Jungen Grünen und bezieht sich ausschliesslich auf den Ausbau der Hardbrücke. Da ich selbst auch ein Chlauskostüm trug, kam es, dass ich schlussendlich als Samichlaus im Ratssaal sass. In der Hand hielt ich immer noch das Gedicht, welches wir verteilt hatten. So entschied ich mich dann, dieses als persönliche Erklärung dem gesamten Rat vorzutragen. Der Ratspräsident musste dazu extra noch das Vermummungsverbot im Ratshaus für ein paar Minuten aufheben:-) Mit ein paar einführenden Worten und Seitenhieben verlas ich dann folgendes Gedicht:
Dä Samichlaus dä Liäbi Ma
wot sicher nid ä Hardbrück ha,
drum liebi Gmeindröt machet nid,
bi derä blödsinnigä “Sanierig” mit.
Vom Bahnhof Hardbrück bis Rosegartästrass,
isch die Sanierig ohni Mass.
Ä foifti Spur das isch de Plan,
als nechschts chunt dörte d’ Stadtautobahn.
Ä Velospur gitz ä kei,
obwohl Velos obbe drüber nur halb so lang hei.
Hey lugäd i d’Zukunft und nöd zrugg,
mir bruchäd det nuno ä Velobrugg.
Erscht rächt wenn dä Transitvercheer wäg chunt,
gits für 3 Autospure gar kein Grund.
Wäg mit der Hardbrügg oder ä Spur für d’Velofahrer:
Mir hoffäd s’wird oi bald klarer.
Drum: Zum d’hartbrugsaniärig stoppä, machäd was er chönd,
wenn ihr s nägscht Jahr nod d’Fitzä vom (junge grüne) samichlaus gspürä wänd.