Archiv für die ‘Spass’ Kategorie

Velodemo am 22.September

14 September 2010

Am internationalen autofreien Tag, dem 22. September, findet wieder die legendäre Velodemo statt. Diesmal viel grösser und länger. Zieht euch also warm an, wir fahren fast 2 Stunden. Frisch aus der Verhandlung mit der Stadtpolizei kann ich euch jetzt hier die aktuelle Route präsentieren:


Velodemo Route auf einer größeren Karte anzeigen

Wir sehen uns

Cabaret Voltaire

3 September 2008

Hier mein Beitrag zur Abstimmung des Gabaret Voltaire, heute morgen den spärlich anwesenden Medien vorgetragen. Ich werde ihn daher hier meiner Leserschaft nicht vorenthalten.

KARAWANE (von Hugo Ball) modifiziert

jolifanto bambla ô falli bambla
in züri blabla
grossiga m’pfa habla horem
égiga goramen
kulturium erstehn
higo bloiko russula huju
cabaret voltaire to you
hollaka hollala
das bruchts da
anlogo bung
blago bung
blago bung
statt nix tun
bosso fataka
besser mache lah
ü üü ü
schampa wulla wussa ólobo
isch es trurigs referendum cho
hej tatta gôrem
nur chli polem
eschige zunbada
politischs nada
wulubu ssubudu uluw ssubudu
schicks zrug, jetz chunsch du
tumba ba- umf
kusagauma
drum stimm ja
ba – umf

Kleine Stadiondebatte und Monikas Abschied

9 Juli 2008

Das Parlament liess es sich nicht nehmen, ein halbe Stunde über “Brot und Äktschen” im Hardturmstadion vom letzten Wochenende zu plaudern. Während SVP und FDP in erwartet kleinbünzliger Manier die Nicht-Räumung durch die Polizei kritisierte, lobte die CVP deren Einsatz, die SP fand es eine kreative Sache, die Grünen waren begeistert von der Aktion und die AL kritisierte den Amoklauf eines Polizisten zu beginn der Besetzung.
Bezeichnend war das Votum der pseudoliberalen FDP, die ernsthaft dafür plädierte, solche Besetzungen in Zukunft zu verhindern, bevor sie geschehen. D.h. übersetzt: Stacheldraht, Videokameras und Unmengen von Überwachungspersonal, um sämtliche Objekte in der Stadt zu verriegeln!
Ich selber war natürlich auch zu Besuch im Stadion über das Wochenende. So viel Spass hatte ich noch nie in einem Stadion. Eine absolut gelungene Aktion, die allen gezeigt hat, dass es auch ohne Kommerzialisierung möglich ist, Grossevents für die Bevölkerung zu organisieren. Es wird zudem in aller Deutlichkeit klar, dass es in Zürich mehr Freiräume braucht und nicht jeder letzte Fleck verplant, beklotzt oder privatisiert werden muss.

Wie im Titel angekündigt, ist das heute die wirklich letzte Sitzung von Monika Stocker. Sie wurde zu Beginn der Sitzung mit einem tosenden Aplaus, der so lange andauerte wie selten ein Geklatsche im Rat, verabschiedet. Die Grüne Fraktion widmete ihr eine Fraktionserklärung, in der ihre Leistung über die letzten 14 Jahre Stadträtin und Vorsteherin des Sozialdepartements gerühmt wurden.

Da Heute die letzte Sitzung vor den Sommerferien stattfindet (Jaja, der Gemeinderat hält sich an die Schulferien der Stadt), muss noch einiges erledigt werden und es wird deshalb eine Doppelsitzung abgehalten. Das bedeutet gegen 19:00 eine Z’Nacht-Pause und danach weiter im Takt bis in den späten Abend hinein…

Sommerpause

20 Juli 2007

Der Gemeinderat von Zürich tagt das nächstemal am 22 August 2007. Bis dahin wünsche ich allen Lesern schöne Sommerferien und denen die wie ich keine haben, weil sie lernen oder arbeiten müssen, viel Erfolg!

EURO 2008

7 Februar 2007

Grosser Fussballtag im Gemeinderat: Wir diskutieren die Weisung 46: Fussball-Europameisterschaft 2008 (EURO 2008), Objektkredit
Als Begleiterscheinung aus dem fleissigen Gemeinderat stammen zusätzlich 10 Vorstösse. Das spezielle an all den Vorstössen ist, ein grosser Teil stammt von der SP, Grünen und AL. Nur gerade eines kommt von den Vorstosskönigen aus der Schein-Volks-Partei (SVP). Ich bin gespannt auf die Debatte. Zu beginn werden wir uns aber noch eine ganze Reihe Fraktionserklärungen und Persönliche Erklärungen anhöhren müssen, ein grosses Gensülze in schmalzigem Patriotismus und hochgestossenen Fahnen. Am liebsten würden wir wohl alle gleich in die Weisung schreiben wer das Spiel gewinnen soll, doch es gibt ja bekanntlich Dinge die man nicht kaufen kann, für alles andere ist der Gemeinderat zuständig :-)

Wir kommen zur Detailberatung der Weisung für die EURO 2008, die SVP hat bereits Enthaltung angekündigt. Das war ja nicht anders zu erwarten, sie möchten uns sogar den Fussball verderben. Ein schwaches Zeichen.

Es kommen lauter kleine Detailanträge zur Abstimmung. Unser Antrag, dass Zürich Tourismus nicht automatisch alle Aufträge kriegt ist knapp gescheitert. Weitere Anträge scheitern, es bricht temporäres Chaos mit Gelächter aus…

Zwei der AL lehnen die Weisung ab, drei Grüne Enthalten sich, Grund: UEFA ist einfach unverbesserlich Arrogant. Die SVP sieht die Sicherheit gefährdet und bleibt sitzen. Der Rest des Rates stimmt mit Freude für die EURO 2008. Die UEFA kann mir ehrlich gesagt auch den Buckel runter rutschen.

Der Samichlaus im Rat

6 Dezember 2006

Heute ist der 6. Dezember und gleichzeitig findet die traditionelle Ratssitzung statt. Wir konnten nicht anders und mussten unsere grünen Samichläuse auffahren lassen. Zu Beginn der Sitzung standen zwei jungegrüne Samichläuse und ein Schmutzli im Eingang und verteilten sämtlichen Ratsmitglieder einen Bio-Öpfel und ein Gedicht. Dieses entstand aus zahlreichen Beiträgen von Jungen Grünen und bezieht sich ausschliesslich auf den Ausbau der Hardbrücke. Da ich selbst auch ein Chlauskostüm trug, kam es, dass ich schlussendlich als Samichlaus im Ratssaal sass. In der Hand hielt ich immer noch das Gedicht, welches wir verteilt hatten. So entschied ich mich dann, dieses als persönliche Erklärung dem gesamten Rat vorzutragen. Der Ratspräsident musste dazu extra noch das Vermummungsverbot im Ratshaus für ein paar Minuten aufheben:-) Mit ein paar einführenden Worten und Seitenhieben verlas ich dann folgendes Gedicht:

Dä Samichlaus dä Liäbi Ma
wot sicher nid ä Hardbrück ha,

drum liebi Gmeindröt machet nid,
bi derä blödsinnigä “Sanierig” mit.

Vom Bahnhof Hardbrück bis Rosegartästrass,
isch die Sanierig ohni Mass.

Ä foifti Spur das isch de Plan,
als nechschts chunt dörte d’ Stadtautobahn.

Ä Velospur gitz ä kei,
obwohl Velos obbe drüber nur halb so lang hei.

Hey lugäd i d’Zukunft und nöd zrugg,
mir bruchäd det nuno ä Velobrugg.

Erscht rächt wenn dä Transitvercheer wäg chunt,
gits für 3 Autospure gar kein Grund.

Wäg mit der Hardbrügg oder ä Spur für d’Velofahrer:
Mir hoffäd s’wird oi bald klarer.

Drum: Zum d’hartbrugsaniärig stoppä, machäd was er chönd,
wenn ihr s nägscht Jahr nod d’Fitzä vom (junge grüne) samichlaus gspürä wänd.

Gemeinderat am 27 spt.

27 September 2006

Da die Sitzung heute so langweilig war und ich nicht über das Geschwätz nach den Abstimmungen am Sonntag schreiben will, entschied ich mich anstelle eines Berichts dieses Gedicht hier abzudrucken. Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung von wem es ist, aber ich fand es passend.

Ich ha i de ziitig gläse, s gäb so usländer
Die mönd ächt schlimm si, ächt e kei ängel!
Nei direkt betroffe, bini eigetlich nöd
Doch bini solidarisch, mit em chreis cheib wel döt
Sinds so iigschüchtred, die händ döt nei gstumme
Stell dr das mal vor- all die vom leid stumme
Doch seriösi medie we d NZZ
Gänd undrdrückte ja e stimm und vränderet
D wält zum bessre, mit bänkercash!
Finanziert vom usverchauf vo gangsterrap!
Bis en andre trend d Konkurrenz beläbt
Mr wüssed ja das alles sini grenze hät
Und schwiiz jetzt eini vo dä strengste hät!
Womit sich da für ois nöd vil änderet
Bis uf oises grinse, s wird immer breiter
Was d lüt, die schlimme, wohl zum driischlah vrleitet
Wel mr händ scho vorher z frässe gha, wärded witr eis i d frässe ha!
Doch bi ois dähei im zimmer, chömr immr no chli lächle da!
Ois mit wahlzättel oises grinse aafächre!
eis druf abehole, dass die schlimme vrbrächer
im innre vo knästr uf d usschaffig warted
mir nöd mönd zruggschlah, mir händs vrstaatlicht
aslo pressiered mit drischlah, wels suscht scho gli zspat isch
well ihr so oder so am schluss da am arsch sind
wel mir sind sozial, moralisch, und nationalistisch, we nazis

Kein Kommentar :-)

Grosses Chaos im Gemeinderat

21 Juni 2006

Diese Ratsitzung heute ist wirklich lustig. Eigentlich geht es nur um den Kredit für die Überdachung der Autobahn in Schwamedingen, der unbestritten ist. Die SVP ist aber doch nicht ganz Einverstanden und stellte einen Rückkommensantrag, da sie noch einiges Rausstreichen wollte. Der Witz dabei, auf der Zuschauertribüne sitzen zahlreiche Bewohner aus Schwamedingen, die gespannt warten auf ihre Überdachung. Die SP lies es sich deshalb nicht nehmen, einen Namensaufruf zu fordern für die Eintretung auf den Rückkommensantrag. Das bedeutet jedes einzelne Mitglied des Rates wird abgelesen und muss ja, nein oder Enthaltung sagen. Gut! Die erste Abstimmung ging so über die Bühne, die SVP stand in ihrem Wählerstarken Kreis im Regen. Doch dann bricht das Chaos aus, der Ratspräsident weiss nicht mehr wohin und alle Fragen sich, über was jezt weiter abgestimmt werden muss. Über das Einretten oder über die Abstimmung. Grosses Gelächter, verwirrte Zuschauer und Voten ohne Mikrofon folgen. Nach einer Viertelstunde kommt etwas Ordung in die Runde, es findet eine zweite Namensabstimmung statt, auf Rückweisung. Die Schlussabstimmung steht noch bevor, ist aber schon klar, der Antrag der SVP auf Kürzung wird sicher nicht unterstützt, da wir sonst das ganze Projekt bachabschicken würden, die Stadt hat nur eine Beteiligung mit Kanton und Bund und kann nicht einzelne Posten streichen. Soweit so gut, jetzt sitz ich hier, wir diskutieren schon geschlagene zwei Stunden über die Autobahnüberdachung und… ja jetzt höhr ich Schlussabstimmung! Endlich! Nach 10 Jährigem Hickhack und zwei stündiger Ratsdebatte, wird die Weisung unterstütz, es kann losgehen. Grüsse nach Schwamedingen, jetzt kriegt ihr ein Dach.
Als nächstes behandeln wir noch ein Postulat von unserem Jungen Grünen Pascal Pauli. wir wollen die Freiräume auf dem neuen Deckel Quartierverträcglich gestalten. Es sollen Naherholungsgebiete oder Sportanlagen entstehen, wobei die Quartierbevölkerung das Sagen haben soll. Die SVP lehnt wider ab, sie will keine zusätzlichen Kosten mehr. Naja, sollen wir hier eine graue Fläche lassen?
Ich bin gespannt wie lange diese Debatte dauern wird.
ging schnell, juhui, jetzt liest Pascal Pauli gerade unsere Fraktionserklärung zum Timoutrummel vor, dass erste lange Votum von ihm, und ich studiere am Kraftwerkt Josefstrasse herum.
Und noch eine Neueigkeit: Ich habe meinen ersten eigens verfassten Vorstoss eingereicht. Eine Schriftliche Anfrage zur Prüfung von Trinkwasserkraftwerken im Shiltal.

Stützredli für SVP-Fraktionspräsident

31 Mai 2006

In der letzten Ratsdebatte vor zwei Wochen hielt Bastien Girod von den Jungegrünen ein Votum zur Förderung des Veloverkehrs und erwähnte dabei, dass Velofahren auch für die Gesundheit besser sei als das Autofahren. Dies weil die SVP ein Postulat zur Abschaffung sämmtlicher Velowege in der Stadt Zürich eingereicht hatte. Daraufhin fand Mauro Tuena, SVP Fraktionspräsident, dass Velofahren wessentlich ungesünder sei als Autofahren, da mann ja ständig schwer Verunfalle. Der arme Fraktionschef, dachten wir uns da, kann nicht Velofahren. Zur Verbesserung der Situation beschlossen wir, ihm etwas zur Unterstützung und gegen wacklige Argumente zu schenken. Gesagt, getan! Heute überreichte ich ihm zu Beginn der Ratsdebatte, unterstrichen mit einem fulminannten Votum von Bas, im Namen der Jungengrünen, ein päärchen Stüzredli für sein Velo.
Falls er keins mehr hat, hat er jetzt zumindest einen Grund eines zu besorgen…

Späte Ehre von der Migros

28 Februar 2006

Und so geschah es, dass sich die Migros doch noch meines Plakates erbarmte.
Migros Magazin vom 28. Februar
Ein Artikel zur ewigen abkupferei des M-Budget-Logos. Aber etwas Spass muss es halt doch immer noch sein.